Klöppelweihe in St. Josef – was steckt dahinter?

Ein Turmfest steht am 17. September in St. Josef (Zürich-Aussersihl) an. Das Besondere daran: Innerhalb des Festes kommt es zu einer sogenannten Klöppelweihe. Pfarrer Hannes Kappeler erklärt, was es damit auf sich hat.

Bei der Kirchenglocke werden vier Klöppel ausgewechselt. Dazu lädt Ihre Pfarrei zum Fest – Sie wissen zu feiern in St. Josef!

Hannes Kappeler: (lacht) Für den Klöppel- und Glocken-Guss werden immer Mitglieder der Pfarrei eingeladen. Wir wollten ursprünglich die Glockengiesserei mit den Erstkommunikanten unserer Pfarrei besuchen. Die Pandemie liess die Reise nicht zu. Die vier Klöppel wurden nun in aller Stille gegossen und montiert, die alten demontiert.

Und was passiert dann mit ihnen?

Sie werden im Keller des Turmes ehrwürdig gelagert. Aus ihren beiden Klöppeln dagegen, die zur 100 Jahr Feier ersetzt wurden, ist das Kunstwerk «berührungslos berührt» entstanden – es ist auf dem Kirchplatz zu bewundern.

Wie alle Pfarreien haben Sie immer wieder zu improvisieren wegen der Covid-Pandemie. Was heisst dies für das Turmfest?

Das Schlechtwetterprogramm wird durch die neue Zertifikatspflicht sicherlich erschwert, aber wir tragen dies logischerweise mit. Wir hoffen nach wie vor auf ein kleines Gartenfest. Es beginnt um 20:15 Uhr in der Kirche. Um 20:32 Uhr, nach dem Viertel-Stundenschlag, ertönen die Glocken für 5 Minuten. Danach sprechen wir ein Segensgebet und danken für den Klang der Glocken durch die Klöppel. Den Abschluss macht um 21:45 Uhr das «Quintette du Jet d’Eau» mit einem kleinen Konzert vom Kirchturm.

Alle Programm-Infos zum Turmfest (auch bezüglich Zertifikatspflicht) finden Sie im entsprechenden Hinweis in der «Stadtleben»-Agenda.

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